"Netzwerk Sucht"

In Deutschland sind 1,77 Millionen Menschen alkoholabhängig und 1,61 Millionen betreiben einen missbräuchlichen Alkoholkonsum (DHS Jahrbuch, Sucht 2018). Etwa 90% der Suchterkrankten in Deutschland erhalten keine spezialisierte Suchtbehandlung (Ärzteblatt, 2015).

1,77 Millionen Menschen

sind alkoholabhängig

1,61 Millionen Menschen

missbräuchlicher Alkoholkonsum

Kampagne "Netzwerk Sucht"

Bei der Frühdiagnostik von Abhängigkeitserkrankungen spielen vor allem Haus- und Allgemeinärzte eine wichtige Rolle, denn 8 von 10 Alkoholabhängigen suchen mindestens einmal im Jahr aufgrund von psychischen oder somatischen Beschwerden einen Arzt auf (Rumpf u.a. 2000). Auch die Allgemeinkrankenhäuser stellen eine Anlaufstelle für Suchterkrankte dar. Dort werden im Laufe eines Jahres 24% der Alkoholabhängigen wegen körperlichen Erkrankungen behandelt (Rumpf u.a. 2000). Dennoch werden nur etwa 25% der Patienten in der Suchtrehabilitation von niedergelassenen Ärzten oder Krankenhäusern dorthin vermittelt (Ärzteblatt 2015).

Die Zahlen verdeutlichen, dass die vielen Möglichkeiten, Menschen mit einer Alkoholerkrankung frühzeitig zu erreichen, zu informieren und vor allem zu einer qualifizierten Suchtbehandlung mit einer hohen Abstinenzwahrscheinlichkeit zu motivieren, ungenutzt bleiben.

Da diese Entwicklung auch in Braunschweig zu beobachten ist, hat sich die Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH zur Aufgabe gemacht, ein „Netzwerk Sucht“ mit allen Beratungsstellen, Ärzten, Krankenhäusern, Selbsthilfegruppen und weiteren Beteiligten der psychosomatischen Versorgung  in Braunschweig und Region aufzubauen. Durch eine enge Kooperation soll das „Netzwerk Sucht“ dazu beitragen, den Betroffenen die Zugänge zum Versorgungssystem zu erleichtern und eine Chronifizierung vorzubeugen. Durch die Förderung der Aktion Mensch wird das Projekt unterstützt.

Suchtmittelgefährdete und abhängig konsumierende Menschen bilden dabei die Zielgruppe dieses Projektes. Ziel ist es, die Erstkontakte und die Vermittlungsquote in weitere Behandlungen zu erhöhen.

Die Zielgruppe soll durch großflächige Information, zielgerichtete Motivation sowie effektive Kooperation frühzeitig erreicht und in professionelle Behandlungen weiter vermittelt werden. Die Kooperation mit allen Beteiligten bildet die Basis des Netzwerkes.

Übrigens:

Die App AddictoBS, die direkt auf dem Smartphone geladen werden kann, bietet der Zielgruppe einen niedrigschwelligen Zugang zu diesem Netzwerk. Die App beinhaltet einen umfangreichen Informationspool, damit sich die Betroffenen bereits vor der Inanspruchnahme des Hilfs- und Beratungsangebotes in Braunschweig und Region alle nötigen Informationen einholen können. Auf einer interaktiven Landkarte werden alle Netzwerkpartnerpartner ausgewiesen und können durch eine PLZ- Suche angezeigt werden. Des Weiteren gibt es eine Messengerfunktion, die es ermöglicht, bei Fragen oder Problemen Kontakt zu/m einer/m Case-Manager/in aufzunehmen.

Wege aus der Sucht

Diese Entwicklung ist auch in Braunschweig zu beobachten, aus diesem Grund möchten wir in Braunschweig ein Netzwerk zwischen Beratungsstellen, Ärzten, Kliniken und weiteren Beteiligten schaffen.

Die Kampagne steht für

Alle Akteure zeigen
Verantwortung für den
Sozialraum Braunschweig

Streben eine bessere
Zusammenarbeit in der
Region an

Bin ich gefährdet oder
bereits abhängig?

Der Selbsttest im Umgang mit dem Alkohol

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